Die Horse-Agility-Geräte: Der Tunnel

Ein Tunnel ist für Pferde fast immer eine Herausforderung und erfordert viel Vertrauen. Wir stärken mit dem Tunneltraining ganz nebenbei gute Nerven und legen eine gute Basis für andere Situationen, in denen es buchstäblich „eng“ wird.

Der Phantasie sind bei der Gestaltung eines Tunnels keine Grenzen gesetzt. Aus Hindernisständern und Tüchern, Schwimmnudeln, Planen, Rosenbögen, Pavillons etc. lassen sich unterschiedlichste Tunnel bauen. Die individuellen Herausforderung dabei sollten wir im Training in einzelne Komponenten aufsplitten: Eng, lang, niedrig, schmal, offen oder geschlossen am Ende oder Geräusche.

Wenn man also einen Tunnel hat, der von der Breite her unveränderbar ist, und mein Pferd so alleine nicht hindurch laufen würde, dann sollte ich ihn in einem anderen Bereich „entschärfen.“ Deswegen ist mein 80cm schmaler Fünf-Meter-Tunnel, an den Seiten ab der Hälfte offen. Ich gehe außen mit und kann von dort füttern. Erst wenn ein Pferd ihn entspannt passiert, werden die Seiten nach und nach verschlossen.

Auf unserem Agility-Turnier wird es einer aus sogenannten Paloxen sein. Die Höhe beträgt ca.160cm, die Länge ca. 250cm, oben ist er offen. In der geführten Klasse ist er ca.150cm breit, im Freilauf 100cm. Im Workshop am Samstag könnt ihr euch gerne an die gewünschte Breite herantasten.

In die Wertung fließt mit ein, wie prompt und in welchem Tempo der Tunnel durchlaufen wird und wie viel Hilfestellung seitens des Menschen nötig ist.

Achtung! Wenn man mit dem Pferd in irgendeinen Tunnel geht, sollte dieser immer breit genug sein, um das Pferd, das ggf. doch seinem Fluchtreflex nachgibt, bequem an sich vorbei lassen zu können.

Horse-Agility Tunnel

Horse-Agility-Turnier am 28.08. in Verden

Das Orga-Team war fleißig: Die Ausschreibung zum Horse-Agility-Turnier ist fertig. Wir freuen uns auf ein tolles Wochende mit vielen Interessierten und aktiven Mensch-Pferd-Teams bei diesem wunderbaren neuen Sport!

Samstag gibt es Workshops, Vorführungen „Fun for fitness“ und Mitmach-Aktionen rund um Horse-Agility und Clickertraining.

Sonntag gibt es 6 Prüfungen -nach Größe und Ausbildungsstand- und ebenfalls Vorführungen unserer Show-Ponys.

Hier als PDF: HAT Verden Ausschreibung

alle auf wi

 

 

 

 

Lass dich Knuddeln! Gewöhnungs-Seminar

Grisella lernt, sich tragen zu lassen

Grisella lernt, sich tragen zu lassen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie man Tiere an Handling und ungewöhnliche Berührungen gewöhnt.

In guten Zoos ist Medical Training eine Selbstverständlichkeit. Hier bringt man Wildtieren mit positiver Verstärkung bei, bei notwendigen Pflegemaßnahmen und medizinische Behandlungen kooperativ mitzuarbeiten bzw. still zu halten. Auch im Haustierbereich setzt sich die Erkenntnis durch, dass es hochgradig sinnvoll ist, sein Tier vor dem Tierarztbesuch auf unangenehme Manipulationen an seinem Körper vorzubereiten. Wie ist es nun mit Tieren, die „von Berufs wegen“ immer wieder mit etwas konfrontiert werden, was ihnen vom Instinkt her unangenehm ist? Wenn Tiere im therapeutisch- sozialen Bereich wie z.B. Kindergärten oder Seniorenheimen eingesetzt werden, kann man oftmals nicht sicherstellen, dass die Berührungen immer angenehm sind. Welcher Hund mag schon von sich aus, wenn man ihn an der Rute zieht, welches Pferd genießt es, herzhaft auf die Stirn geklopft zu werden? Damit diese Tiere zuverlässig und mit Freude ihre Arbeit verrichten, gibt es Gewöhnungstraining. So wird erreicht, dass eine Handlung des Menschen, die ohne Training Meide-oder Aggressionsverhalten auslösen würde, zu einem höchst akzeptablen Ereignis wird.

Wir werden die Vorgehensweise hierfür mit Hühnern trainieren, die in vielerlei Hinsicht als Schulungspartner sehr geeignet sind.

  • Sie suchen ihr Heil fast immer in der Flucht, es ist also risikoärmer für den Trainer, sollte man einen Fehler im Trainingsaufbau machen.
  • Berührungen, egal wo am Körper, vermeiden sie ohne Gewöhnung resp. Training. Hühner mögen es leider nicht, gestreichelt zu werden, dies bringt nämlich ihr Gefieder in Unordnung. Dies gilt auch für auf dem Arm zu kuscheln und sich tragen zu lassen.
  • Mit Hühnern haben wir kurze Wege und können leicht eine Pause im Training machen, um zu überprüfen, wie gut unser Plan funktioniert.

Dies ist ein praxisorientierter Workshop. Die Lerngesetze hinter unserer Vorgehensweise werden wir vorher erörtern und besprechen. Die Theorie bekommt also direkt ihre Umsetzung am Huhn.

So lernt ihr, immer im Komfortbereich des Tieres zu bleiben und dabei in optimalem Tempo die Berührungen/Manipulationen am Körpers positiv zu trainieren.

Sonntag, der 12. Juni 2016

10:00 bis 16:00 Uhr

50,-€ pro Person incl. Mittagessen und MWSt.

Hof Steigerwald

Ochtmannier Dorfstr. 19

27305 Süstedt

04247- 970 3993

www.nina-steigerwald.de

Anmeldung über

info@nina-steigerwald.de

Unterstützung gesucht!

Auf Hof Steigerwald stehen viele spannende Trainingsprojekte an, u.a. Horse-Agility auf verschiedenen Veranstaltungen und Clips wie „Wipp dich glücklich“ Da der Hof mit seinen 4 Hektar, derzeit 7 Ponys, ca. 30 Hühnern und fünf Schafen sehr arbeitsintensiv ist, würden wir uns über Langzeitpraktikanten -mindestens 4 Wochen, gerne länger- sehr freuen. Wir, das sind Linda, die schon seit 9 Monaten mit ihrem Pony hier lebt, lernt und arbeitet, mein Mann, der Pferdewippen-Bauer, mein Sohn und zwei Shelties. Wir erwarten selbständigen und flexiblen Einsatz bei allen Arbeiten rund um Haus, Hof, Training und Tieren und bieten ein eigenes Zimmer, Bio-Verpflegung, Familienanschluss, Teilnahme an Seminaren, Auftritten und Unterricht und viel Input über Clickertraining. Wenn du alternatives Landleben magst und dich für Training interessierst, freue ich mich über Kontaktaufnahme unter 0172- 40 68 114 oder info@nina-steigerwald.de

Horse-Agility: Sprünge

Auch wenn ich ja der Meinung bin, dass Sprünge überbewertet werden, habe ich mich mit Freya zu Schulungszwecken mal an einen reinen „Jumping“-Parcours gewagt. Die Kirsch-Stämme liegen noch vom Winter-Knabbern im Paddock.

free agi

Horse-Agility- Turnier

Wir laden Euch und Eure Pferde/Ponys zu einem Horse-Agility-Turnier in 27283 Verden ein.
Auf der diesjährigen Verdiana vom 27.-28.August möchten wir gemeinsam ein Wochenende mit Spaß und besonderem Pferdesport verbringen.
Das Orgateam freut sich jetzt schon: Linda Veltkamp, Corinna Meyer, Christin Brümmer, Nina Steigerwald

Horse-Agility Verdiana

Hühnermodul 1

Hühnermodul 1
Voraussetzung für gutes Training sind vernünftige Grundlagen. Beim Training mit positiver Verstärkung sind diese Timing, Kriterien und Belohnungsrate.
Wann genau verstärke ich,
was genau verstärke ich und
wie oft bestärke ich ein Verhalten, so dass es sich für mein Tier lohnt „die verrückten Spiele mit zu spielen.“ (Bob Bailey)?

Die Hühner bescheren einem ungewöhnlich intensive Seminare für das Erlernen von Trainerqualitäten, weil sie durch ihre Schnelligkeit die des Trainers verlangen. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Unmittelbarkeit des Verstärkers mit der Qualität des Lernens zusammen hängt. Hierfür müssen wir in zwei Bereichen schnell sein. Motorisch fit für Training zu sein heißt eine geschmeidige Daumenmuskulatur zu entwickeln, die blitzschnell anspricht. Nächster Faktor ist ein Arm, der ebenso flott das Futter anreicht, um dann fix in die Nullposition zu entschwinden.
Das Tempo, mit dem wir das Gesehene in Tun oder Nicht-Tun umsetzen, also die Fähigkeit, schnelle Entscheidungen zu treffen und sie korrekt auszuführen, ist ebenso eine Herausforderung, die die Hühner an uns herantragen. Das sogenannte Techniktraining ist hier immer hilfreich, egal mit welcher Tierart wir kommunizieren. Außerdem ist es wunderbar meß- und vergleichbar, damit ihr eure Fortschritte realisiert.
Ihr bringt nach den Handling-Übungen euren beiden Hühnern bei, genau in die Mitte eines Targets zu picken. Hierbei habt ihr die ersten intensiven Begegnungen mit der Bedeutung von Timing und Beobachtungsgabe.
Nach dem Mitte-Picken geht es an die Unterscheidungsaufgaben. Eure Hühner lernen, aus 4 Farben bzw. Formen einen „heißen“ Target zu picken. Dieses Verhalten zeigen sie über einen bestimmten Zeitraum selbst unter massiver Ablenkung.
Haben sie nun über mehrere Tage gelernt, nur diesen einen Target zu picken, übt man nun, ein so starkes Verhalten weg zu trainieren. Dies gelingt in einem einzigen Durchlauf, der beachtliche Shaping- Fähigkeiten verlangt sowie Entscheidungsfreudigkeit, Präzision und motorisches Geschick.

Wie in allen Modulen steht euch euer Trainingspartner immer hilfreich zur Seite. Das Co-Trainer-Sein beinhaltet praktische Dinge zur Strukturierung des Trainings. Darüber hinaus lernt ihr, das beobachtete Verhalten von Mensch und Huhn so zu kommunizieren, dass der Trainer sein Verhalten verändern kann, um auf Aktionen des Huhnes adäquat zu reagieren.

Theorie- und Praxisteile wechseln sich die ganzen Tage ab, damit das Getane geistig verdaut werden kann und das Gehörte ins Tun umgesetzt wird. Nach diesen fünf Tagen mit Hühnern fühlt sich Training einfach anders an, ihr werdet vieles bei euren Tieren mit anderen Augen sehen.

Hühnermodul 3: Signalkontrolle

Geht es in Modul 1 und 2 darum, wie Verhalten trainiert werden, wie man sie überhaupt bekommt, wenden wir uns in Modul 3 zusätzlich dem wann zu. Das nennt sich trocken Signalkontrolle und bedeutet, dass ein Verhalten prompt, mit der richtigen Erfolgsquote, in der nötigen Geschwindigkeit und Genauigkeit gezeigt wird, wenn das entsprechende Signal dazu gegeben wird.

Und NUR dann. Hierbei zeigen sich die wahren Trainerfähigkeiten. Es macht außerdem ungleich mehr Spaß, wenn der beeindruckende Spanische Schritt beim Pferd nie ungefragt kommt.

Ihr bringt den Hühnern zwei Verhalten bei und setzt diese auf ein bestimmtes Signal. Das „Drehhuhn“ dreht sich im Kreis und das „Laserhuhn“ pickt auf einen Target, wenn das Licht erscheint und pickt weiter, solange er an ist. (Fortgeschrittene arbeiten mit 2 Farben und 2 Targets.) Kein Licht- kein Picken. Klingt einfach, ist es im Prinzip auch, wenn man die dazugehörigen Lerngesetze verstehen und anwenden lernt.

In den Theorie-Einheiten beleuchten wir, warum welche Vorgehensweisen sinnvoll sind und welche Rolle die Verhaltensökonomie spielt. Auch das Thema „Löschen“ ist theoretisch und praktisch erlebbar, ebenso wie ein Signal zur Hilfe zu nehmen und es dann später durch ein Neues zu ersetzen.

Wie in allen Modulen ist das Co-Trainer-Sein ein wichtiger Bestandteil des Seminars. Verhalten zu beobachten, wenn man nicht selbst den Clicker in der Hand hat, schult ungemein. Das Beobachtete in „Trainersprache“ weitergeben zu können, ist ein weiteres wichtiges Werkzeug, um im Training immer besser zu werden.

Die Hühner helfen vom „good enough“ zur klaren Kommunikation, wovon alle Tiere profitieren, mit denen wir arbeiten.

Termine 2016: 18.-22. Mai 23.-27. November

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